Historisches

Johann Kaulard (d´r Isaak´s) und seine Werke

Johann Kaulard (d´r Isaak´s) – der Namenszusatz weist auf den Hausnamen seines Hauses an der Breitestrasse und den Geburtsnamen seiner Großmutter hin - war einer der markanten Bewohner Eicherscheids. Er wurde am 21.03.1870 in Hammer geboren, heiratete am 10.05.1904 in Höfen die Elisabeth Förster und starb am 13.09.1945 in Eicherscheid. Die Eheleute Kaulard hatten 11 Kinder, von denen 4 das Erwachsenenalter erreichten. Sie wohnten im alten Isaaks' Haus an der Breite Straße.
Johann war Landwirt und wirkte im Dienste der Allgemeinheit als Ortsbürgermeister, Standesbeamter, Mitglied des Baukomitees der Kirchengemeinde, Kreistagsabgeordneter und Vorstandsmitglied der Molkerei und der Viehverwertung. Er betrieb Ahnen- und Heimatforschung und veröffentlichte eine Reihe von Beiträgen in "Der Eremit am hohen Venn". Johann Kaulard schrieb auch Gedichte und insbesondere Theaterstücke, in denen er Motive aus der Historie und der Legendenwelt verarbeitete. Die vielbeachteten Stücke wurden in Eicherscheid von Theaterfreunden aufgeführt. Überliefert sind Titel wie „Herzogin Maria von Jülich, die Burgfrau von Montjoie und der Bannmüller aus dem Belgenbach“, „Wie´s Glöcklein kam“, „Das Kreuz im Venn“ und „Der Mönch von Reichenstein“.

Leider ist m. W. ein vollständiger Text nur vom „Glöcklein“ erhalten.

Seine poetischen Werke

Wies Glöcklein kam - Ein historisches Heimatspiel aus der Nachzeit des 30jährigen Krieges ums Jahr 1660 in 1 Vorspiel und 4 Aufzügen v. J. Kaulard, Eicherscheid (PDF)
Das Kreuz im Venn - eine Rezension    
Was die Eicherscheider Kirchenlinde aus der alten Zeit erzählt - Einem herrlichen Naturdenkmal unserer Heimat gewidmet von J. K. (PDF) 
Zwei Wiegen (PDF)
Das verborgene Eisenwerk in Hammer (PDF)
Mein altes Heimatkirchlein (PDF) 
Der Herrgottschnitzer aus Widdau (PDF) 

 

Seine Beiträge in "Der Eremit am hohen Venn" (Digitalisate der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln)

Rückblick am Einweihungstage der neuen Volksschule zu Eicherscheid   
Die alte Heimarbeit unserer Heimatfrauen - Gedanken um den Leinenwebstuhl im Heimatmuseum  
Aus Eicherscheids Landwirtschaft um 1817 Teil 1 / Teil 2  
Unsere Nachtigall vor 100 Jahren  
Der Herrgottsschnitzer aus Widdau
Allerlei alte und neue Namen um einen Rurtalfelsen 
Die Flurnamen im »Veldgleidt des Aachener Zehendenß« 
Der Lehnshof Eicherscheid 
Zwei kleine Eisenwerke im Monschauer Lande Teil 1 / Teil 2 
Ein neues Heimatbuch 
Aus den Aufzeichnungen des Lehrers und Küsters Gerard Bongard in Eicherscheid (PDF)